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Das grosse Waffen-Lexikon
von A bis Z
Das umfassende Fachlexikon rund um Waffen, Munition, Kaliber, Zieloptik, Wiederladen, Jagd, Sportschießen und Waffenrecht – klar erklärt und mit den passenden Produktkategorien im WaffenPro-Shop verknüpft.
507 Begriffe · 23 BuchstabenVon Abkommen bis Zylinderverschluss: In diesem Lexikon erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Lang- und Kurzwaffen, Munition und Kaliber, Zieloptik, Wiederladen, die Jägersprache und das deutsche Waffenrecht. Ob Jäger, Sportschütze, Wiederlader oder Einsteiger – hier finden Sie kurze, präzise Definitionen zum schnellen Nachschlagen und passende Produkte gleich dazu.
Nutzen Sie die A-bis-Z-Navigation, um direkt zum gesuchten Buchstaben zu springen. Rechtliche Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist stets das aktuelle Waffengesetz (WaffG) in seiner geltenden Fassung.
Abkommen
Das Zielbild im Moment des Schussauslösens.
Abschussplan
Behördlich festgelegte Vorgabe, wie viel Wild einer Art zu erlegen ist.
Absehen
Die Zielmarke im Zielfernrohr, umgangssprachlich Fadenkreuz. Verbreitete Typen sind Absehen 4, Duplex und Mil-Dot. Je nach Lage in erster (FFP) oder zweiter Bildebene (SFP) ändert sich die Absehengröße mit der Vergrößerung.
Absehenschnellverstellung (ASV)
Verstelltürme am Zielfernrohr zur schnellen, reproduzierbaren Korrektur auf verschiedene Entfernungen.
Abwerfen
Das jährliche Abstoßen des Geweihs beim Rotwild.
Abzug
Bauteil zum Auslösen des Schusses. Man unterscheidet Direktabzug, Stecher und Matchabzug. Das Abzugsgewicht ist die Kraft, die zum Auslösen nötig ist.
Abzugsbügel
Bügel, der den Abzug vor unbeabsichtigtem Auslösen schützt.
Alttier
Ein weibliches, führendes Stück Rotwild.
Angel
Der in den Griff reichende Fortsatz der Klinge; eine durchgehende Angel gilt als besonders stabil.
Anlage 2 WaffG
Anhang des Waffengesetzes, der verbotene, erlaubnispflichtige und erlaubnisfreie Waffen auflistet.
Anschlag
Die Körperhaltung beim Schießen – stehend, kniend, sitzend oder liegend. Ein stabiler Anschlag ist entscheidend für Präzision.
Anschlagsart
Die Schießhaltung: stehend, kniend, sitzend oder liegend.
Anschlagschaft
Nachrüstbarer Schaft, unter anderem für bestimmte Kurzwaffen und Systeme. Der Anbau ist waffenrechtlich relevant.
Anschuss
Die Stelle, an der das Wild beim Schuss stand; Ausgangspunkt der Nachsuche.
Ansetztiefe
Die Tiefe, mit der das Geschoss in die Hülse gesetzt wird; beeinflusst Druck und Präzision.
Ansitzjagd
Jagdart, bei der der Jäger an einem festen Platz wie Hochsitz oder Kanzel auf Wild wartet.
Ansitzsack
Sitzsack oder Ansitzkissen für langes, ruhiges Warten auf dem Ansitz.
Ansprechen
Jägersprachlich das Beurteilen von Wild nach Art, Alter, Geschlecht und Zustand vor dem Schuss.
Anwechseln
Das Herannahen des Wilds an den Schützen.
Anzeigepflicht
Die Pflicht, waffenrechtlich relevante Änderungen wie Erwerb, Verlust oder Umzug der Behörde zu melden.
Apportieren
Das Bringen von erlegtem Wild durch den Jagdhund.
Äser
Jägersprachlich das Maul des Schalenwilds.
Äsung
Die Nahrung des Wilds bzw. der Vorgang der Nahrungsaufnahme.
Aufbewahrung (waffenrechtlich)
Gesetzliche Pflicht, Waffen und Munition in zertifizierten Sicherheitsbehältnissen zu verwahren. Maßgeblich ist die Norm EN 1143-1. Verstöße können die Zuverlässigkeit infrage stellen.
Aufbewahrungskontrolle
Behördliche Prüfung der vorschriftsmäßigen Waffenaufbewahrung, meist nach Ankündigung.
Aufbrechen
Das fachgerechte Ausweiden des erlegten Wildes.
Aufbrechmesser
Speziell zum Aufbrechen des Wilds geformtes Messer.
Aufkippmontage
Montage, bei der das Zielfernrohr nach oben abgekippt werden kann.
Auflagesack
Sandsack oder Auflagekissen zur Stabilisierung der Waffe beim Präzisionsschießen.
Auftreffenergie
Die im Ziel verbleibende Bewegungsenergie des Geschosses, in Joule.
Augenabstand
Der Abstand zwischen Auge und Okular, bei dem das volle Sehfeld sichtbar ist (Eye Relief).
Aus der Decke schlagen
Das Abziehen der Decke bzw. Schwarte beim Zerwirken.
Ausschuss
Die Austrittsstelle des Geschosses am Wildkörper.
Austrittspupille
Durchmesser des Lichtbündels am Okular einer Optik (Objektiv geteilt durch Vergrößerung). Je größer, desto heller das Bild bei Dämmerung.
Auswerfer
Bauteil, das die leere Hülse aus der Waffe wirft, oft im Zusammenspiel mit dem Auszieher.
Auszieher
Kralle am Verschluss, die die Hülse aus dem Patronenlager zieht.
Automatik
Sammelbegriff für Selbstladeprinzipien. Halbautomatisch bedeutet ein Schuss je Abzugsbetätigung, vollautomatisches Dauerfeuer ist für Privatpersonen in Deutschland grundsätzlich verboten.
Bache
Weibliches, meist führendes Schwarzwild.
Balg
Jägersprachlich die Haut von Fuchs, Hase und anderem Haarwild.
Ballistik
Die Lehre von der Geschossbewegung, gegliedert in Innen-, Abgangs-, Außen- und Zielballistik.
Ballistischer Koeffizient (BC)
Kennzahl für das Flugverhalten eines Geschosses. Ein hoher BC bedeutet geringere Geschwindigkeitsverluste.
Balz
Die Paarungszeit und das Balzverhalten des Federwilds.
Bast
Die durchblutete Haut, die das wachsende Geweih überzieht.
Bau
Die unterirdische Wohnröhre von Fuchs und Dachs.
Bedürfnis (waffenrechtlich)
Grundvoraussetzung für den Erwerb erlaubnispflichtiger Waffen. Anerkannt werden unter anderem Jäger, Sportschützen und Sammler.
Bedürfnisprüfung
Die behördliche Prüfung, ob ein anerkanntes Bedürfnis für den Waffenerwerb vorliegt.
Benchrest
Höchstpräzisionsdisziplin vom aufgelegten Gewehr.
Berdan-Zündung
Zündsystem mit Amboss im Hülsenboden und mehreren Zündkanälen; schwerer wiederladbar.
Beschuss
Gesetzlich vorgeschriebene Prüfung von Waffen und Läufen auf Sicherheit. Das Beschusszeichen bestätigt die bestandene Prüfung durch ein Beschussamt.
Besitz
Die tatsächliche Verfügungsgewalt über eine Waffe. Er erfordert eine Besitzerlaubnis, etwa die Waffenbesitzkarte.
Bestätigen
Das Feststellen, dass sich Wild in einem bestimmten Bereich befindet.
Blattschuss
Schuss auf den Bereich hinter dem Blatt (Schulter), um Herz und Lunge zu treffen.
Blattzeit
Die Paarungszeit (Brunft) des Rehwilds, in der Böcke auf das Fiepen der Ricke reagieren.
Bleifreie Munition
Geschosse ohne Blei, meist aus Kupfer. In mehreren Bundesländern und Revieren für die Jagd vorgeschrieben.
Blockiersystem
Technische Sperre, die eine Erbwaffe schießunfähig macht und so den erleichterten Besitz ermöglicht.
Blockmontage
Feste Zielfernrohrmontage aus zwei Blöcken.
Blockverschluss
Verschluss mit senkrecht bewegtem Verschlussblock (Fallblock).
Blume
Jägersprachlich der kurze Schwanz von Hase und Kaninchen.
Bockbüchsflinte (BBF)
Kombinierte Waffe mit übereinanderliegendem Büchsen- und Flintenlauf, für Kugel und Schrot.
Bockdoppelflinte (BDF)
Flinte mit zwei übereinanderliegenden Schrotläufen.
Boxer-Zündung
Zündsystem mit zentralem Amboss im Zündhütchen und einem Zündkanal; gut wiederladbar.
Bracke
Laut jagender Hund, der Wild auf der Spur verfolgt.
Branten
Jägersprachlich die Pranken von Dachs und Bär.
Bruch
Abgebrochene Zweige als jagdliche Verständigungszeichen.
Brunft
Die Paarungszeit des Rot-, Dam- und Gamswilds, begleitet vom Röhren der Hirsche.
Brünierung
Oberflächenveredelung von Stahlteilen durch eine schwarze Oxidschicht als Korrosionsschutz.
Büchse
Langwaffe mit gezogenem Lauf zum Verschießen von Einzelgeschossen (Kugel).
Büchsenlicht
Die für einen sicheren Kugelschuss ausreichende Tageslichthelligkeit.
Bull-Barrel
Verstärkter, dickwandiger Lauf für gleichmäßige Erwärmung und mehr Präzision.
Choke (Würgebohrung)
Verengung am Flintenlaufende, die die Schrotgarbe bündelt und die Streuung steuert – von Zylinder bis Voll-Choke.
CIP
Commission Internationale Permanente – internationale Organisation, die Maße und zulässige Drücke für zivile Waffen und Munition festlegt.
Crimp
Das Verpressen der Hülsenmündung um das Geschoss, gegen Verrutschen.
Dachs
Nachtaktives Raubwild, das in Bauen lebt.
Damaststahl
Aus mehreren Lagen geschmiedeter Stahl mit sichtbarer Musterung.
Dämmerungszahl
Kennzahl für die Leistung einer Optik bei schlechtem Licht, berechnet aus Vergrößerung und Objektivdurchmesser.
Damwild
Mittelgroße Hirschart mit Schaufelgeweih. Männlich Damhirsch, weiblich Damtier.
Decke
Jägersprachlich die Haut von Rot- und Rehwild.
Defence-Munition
Für die Selbstverteidigung ausgelegte Munition mit Deformationswirkung.
Deformationsgeschoss
Geschoss, das sich im Ziel kontrolliert aufpilzt und Energie abgibt, ohne stark zu zerlegen.
Detektionsreichweite
Die Entfernung, auf der ein Wärmebildgerät ein Objekt als Wärmequelle erkennt.
Dezibel (dB)
Maßeinheit für den Schalldruckpegel. Relevant bei Mündungsknall, Schalldämpfern und Gehörschutz.
Diopter
Lochvisierung mit Lochkimme und Ringkorn, vor allem im Präzisions- und Sportschießen.
Direktabzug
Abzug ohne Vorspann-Mechanik, der direkt beim Erreichen des Abzugsgewichts auslöst.
Disziplin
Eine einzelne, im Regelwerk definierte Wettkampfart des Schießsports.
Doppelbüchse
Langwaffe mit zwei Büchsenläufen für einen schnellen zweiten Schuss.
Doublette
Zwei kurz nacheinander abgegebene Schüsse bzw. zwei gleichzeitig geworfene Wurfscheiben.
Drall (Dralllänge)
Die Verdrehung der Züge im Lauf, die dem Geschoss eine stabilisierende Rotation gibt. Die Dralllänge gibt die Strecke für eine volle Umdrehung an, etwa 1:9 Zoll.
Drallrichtung
Die Richtung, in die die Züge das Geschoss drehen (Rechts- oder Linksdrall).
Drückjagd
Bewegungsjagd, bei der Wild den Schützen zugetrieben wird. Sie erfordert schnelle, übersichtliche Optik.
Einschießen
Das Justieren der Visierung, sodass Treffpunkt und Haltepunkt auf einer Entfernung übereinstimmen.
Einschuss
Die Eintrittsstelle des Geschosses am Wildkörper.
Einstand
Der Ruhe- und Deckungsbereich des Wilds.
Einstecklauf
In einen vorhandenen Lauf eingesetzter Lauf kleineren Kalibers, oft für günstiges Training.
Einzellader
Waffe ohne Magazin, die nach jedem Schuss von Hand neu geladen werden muss.
EN 1143-1
Europäische Norm für Sicherheitsschränke. Die Widerstandsgrade (z. B. Grad 0, Grad I) bestimmen die zulässige Aufbewahrung von Waffen.
Ende
Eine Geweihspitze; die Anzahl bestimmt die Ansprache (z. B. Zwölfender).
Entfernungsmesser
Gerät oder Zielfernrohr-Funktion zur Messung der Zielentfernung per Laser.
Entgraten
Das Nacharbeiten der Hülsenmündung nach dem Trimmen.
Erbwaffe
Geerbte Waffe. Der Besitz erfordert einen Eintrag, oft mit Blockiersystem statt Bedürfnisnachweis.
Erdhund
Bau tauglicher Hund (z. B. Dackel, Terrier) für die Baujagd.
Erlaubnispflichtige Waffe
Waffe, deren Erwerb und Besitz einer behördlichen Erlaubnis bedarf.
Erlegen
Das waidgerechte Töten des Wilds.
Erlegerbruch
Der Bruch (Zweig), den der erfolgreiche Schütze als Ehrenzeichen erhält.
Erste Bildebene (FFP)
Absehen in der ersten Bildebene: es skaliert mit der Vergrößerung, die Maßverhältnisse bleiben konstant.
Erwerb
Das Erlangen der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe; erfordert eine Erlaubnis.
Erwerbsberechtigung
Die waffenrechtliche Erlaubnis, eine Waffe oder Munition zu erwerben und zu besitzen.
Exerzierpatrone
Übungspatrone ohne Zündsatz und Ladung zum Üben von Lade- und Handhabungsabläufen.
Fährte
Die Spur des Schalenwilds, gebildet aus den Trittsiegeln.
Fänge
Die Krallen von Greifvögeln.
Fangschuss
Gezielter Schuss, um bereits angeschossenes oder verletztes Wild sicher zu töten.
Fangschusswaffe
Kurzwaffe, die dem Jäger zur Abgabe des Fangschusses dient.
Fasan
Bekanntes Federwild der Feldflur.
Faustfeuerwaffe
Kurzwaffe, die mit einer Hand geführt werden kann, also Pistole oder Revolver.
Federwild
Sammelbegriff für alles gefiederte Wild.
Fegen
Das Abstreifen des Bastes durch Reiben an Bäumen und Sträuchern.
Feld und Züge
Die erhabenen Stege (Felder) und spiralförmigen Vertiefungen (Züge) im gezogenen Lauf. Sie erzeugen den Drall.
Fernglas
Zweiäugiges Beobachtungsgerät, etwa 8×42, für Jagd und Naturbeobachtung.
Feststehendes Messer
Messer mit fixer Klinge ohne Klappmechanismus, robust für die Jagd.
Fiepen
Der feine Lockruf des Rehwilds, jagdlich nachgeahmt.
Flaschenhalshülse
Hülse mit verjüngtem Hals, typisch für Büchsenkaliber.
Flinte
Langwaffe mit glattem Lauf, meist für Schrot, aber auch für Flintenlaufgeschosse geeignet.
Flintenlaufgeschoss (FLG)
Einzelgeschoss für glatte Läufe, etwa als Brenneke- oder Sabot-Geschoss.
Flügelsicherung
Am Kammerstängelende sitzende Sicherung vieler Repetierbüchsen.
Fortbestand des Bedürfnisses
Die regelmäßige Prüfung, ob das Bedürfnis für den Waffenbesitz noch besteht.
Freie Pistole
Olympische KK-Disziplin mit der Präzisionspistole auf 50 Meter.
Freie Waffen
Waffen, die ab 18 Jahren ohne besondere Erlaubnis erworben werden dürfen, etwa bestimmte Luftdruck- und Schreckschusswaffen mit Zulassung.
Freischwingender Lauf
Lauf ohne Kontakt zum Vorderschaft, für gleichmäßige Schwingung und bessere Präzision.
Frischling
Jungtier des Schwarzwilds im ersten Lebensjahr.
Fuchs
Häufigstes Raubwild, jägersprachlich auch Reineke; männlich Rüde, weiblich Fähe.
Führen
Das Ausüben der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe außerhalb der eigenen Räume oder des befriedeten Besitztums. Es erfordert in der Regel einen Waffenschein.
Gamswild
In den Alpen heimisches Bergwild mit Krucken.
Gasdruck
Der beim Abbrand der Treibladung im Patronenlager entstehende Druck, von der CIP begrenzt.
Gasdrucklader
Selbstladeprinzip, bei dem abgezweigte Pulvergase den Verschluss betätigen.
Gebrech
Jägersprachlich der Rüssel bzw. das Maul des Schwarzwilds.
GEE
Günstigste Einschießentfernung. Einschießentfernung, bei der die Geschossbahn innerhalb eines definierten Streifens ohne Haltepunktkorrektur bleibt.
Gehörn
Beim Rehbock die Bezeichnung für sein Geweih.
Gehörschutz
Schutz gegen den Mündungsknall, passiv als Kapsel oder Stöpsel oder aktiv als elektronischer Schutz.
Geläuf
Die Spur des Federwilds am Boden.
Gelbe WBK
Waffenbesitzkarte für Sportschützen. Sie erlaubt den erleichterten Erwerb bestimmter Einzellader- und mehrschüssiger Langwaffen ohne vorherigen Einzeleintrag.
Geschoss
Der Projektilteil der Patrone, der den Lauf verlässt. Bauarten sind unter anderem Vollmantel, Teilmantel, Hohlspitze und Zerlegegeschoss.
Geschossabfall
Das durch die Schwerkraft bedingte Absinken der Geschossbahn mit zunehmender Entfernung.
Geschossbahn
Der Flugweg des Geschosses vom Lauf bis zum Ziel, gekrümmt durch die Schwerkraft.
Geschosskern
Der innere, meist bleierne oder kupferne Kern eines Geschosses.
Geschossmantel
Metallmantel (meist Tombak) um den Bleikern eines Geschosses.
Gewaff
Die Hauer (Eckzähne) des Keilers.
Geweih
Der jährlich neu gebildete Kopfschmuck von Rot-, Dam- und Rehwild-Verwandten (knöchern).
Grain (gr)
Angloamerikanische Masseeinheit für Geschoss- und Pulvergewicht. Ein Grain entspricht rund 0,0648 Gramm.
Grandeln
Die Eckzähne im Oberkiefer des Rotwilds, begehrte Trophäe.
Griffschalen
Die seitlichen Griffauflagen eines Messers, aus Holz, Horn oder Kunststoff.
Griffstück
Der Rahmen bzw. Grundkörper einer Kurzwaffe, der Griff, Abzug und Bedienelemente trägt.
Großkaliber
Sammelbegriff für leistungsstärkere Zentralfeuerkaliber.
Grundkontingent
Anzahl an Waffen, die ein Sportschütze ohne besondere Zusatzbegründung erwerben kann.
Grüne WBK
Standard-Waffenbesitzkarte, in der jede erlaubnispflichtige Waffe nach Bedürfnisprüfung einzeln voreingetragen wird.
Gürtelhülse
Magnumhülse mit verstärktem Gürtel oberhalb des Bodens.
Haarwild
Sammelbegriff für alles behaarte Wild.
Haderer
Die unteren, scharfen Hauer des Keilers.
Halbautomat
Selbstladewaffe, die nach jedem Schuss automatisch nachlädt, aber nur einen Schuss je Abzugsbetätigung abgibt.
Halbrandhülse
Hülse mit leicht überstehendem Rand und zusätzlicher Ausziehrille.
Haltepunkt
Der anvisierte Punkt am Ziel unter Berücksichtigung von Geschossabfall und Entfernung.
Handspannung
Repetiersystem, bei dem der Schlagmechanismus erst manuell gespannt wird; erhöhte Sicherheit.
Hase
Feldhase, klassisches Niederwild; Jungtier Junghase.
Haupt
Jägersprachlich der Kopf des Schalenwilds.
Hege
Die Pflege und der Schutz des Wildbestands durch den Jäger.
Hinterschaft
Der hintere Teil des Schaftes mit Schaftkappe und Backe.
Hirsch
Männliches Rotwild, das ein Geweih trägt.
Hochsitz
Erhöhter Ansitz für die Jagd, auch Kanzel genannt. Er bietet Überblick und einen sicheren Kugelfang im Boden.
Hochwild
Jagdlich das dem hohen Jagdrecht zugeordnete Wild wie Rotwild, Auerwild und Adler.
Höhenverstellung
Turm am Zielfernrohr zur Korrektur der Treffpunktlage in der Höhe.
Hohlspitzgeschoss (HP)
Geschoss mit Hohlraum in der Spitze, das im Ziel stark aufpilzt.
Holster
Trage- und Sicherungsvorrichtung für Kurzwaffen.
Hülse
Die Patronenhülse nimmt Treibladung, Zündhütchen und Geschoss auf und dichtet das Patronenlager beim Schuss ab.
Hülsentrimmer
Werkzeug, das die Hülsenlänge auf Maß kürzt.
IPSC
International Practical Shooting Confederation – dynamische Schießsportdisziplin, die Präzision, Schnelligkeit und Bewegung kombiniert.
Jagdbezirk
Rechtlich abgegrenzte Jagdfläche, als Eigen- oder gemeinschaftlicher Jagdbezirk.
Jagdmesser
Messer für jagdliche Arbeiten wie Aufbrechen und Zerwirken.
Jagdnicker
Klassisches, kurzes Jagdmesser für Ansitz und Aufbruch.
Jagdpacht
Die Anpachtung des Jagdausübungsrechts in einem Jagdbezirk.
Jagdrevier
Die räumlich abgegrenzte Fläche, auf der die Jagd ausgeübt wird.
Jagdschein
Behördliche Erlaubnis zur Jagdausübung. Er gilt waffenrechtlich als Bedürfnisnachweis für Jagdwaffen.
Jagdwaffe
Für die Jagd geeignete und zugelassene Waffe, meist Büchse, Flinte oder kombinierte Waffe.
Jagdzeit
Der gesetzlich zugelassene Zeitraum für die Bejagung einer Wildart.
Joule
Einheit der Energie. Der Grenzwert von 7,5 Joule trennt in Deutschland freie von erlaubnispflichtigen Luftdruckwaffen.
Kahlwild
Weibliches Rotwild und Kälber (geweihloses Rotwild).
Kaliber
Maß für den Innendurchmesser des Laufs bzw. die Munitionsbezeichnung, metrisch oder in Zoll – etwa .308 Winchester, 9 mm Luger oder 12/70.
Kaliber .17 HMR
.17 Hornady Magnum Rimfire. Rasantes Randfeuer-Kleinkaliber für die Raubwild- und Varmintjagd auf kurze Distanz.
Kaliber .22 Hornet
Kleines Zentralfeuer-Büchsenkaliber für die Raubwildjagd, rückstoßarm und präzise.
Kaliber .22 lfB
Verbreitetes Randfeuer-Kleinkaliber (5,6 mm), auch .22 LR. Günstig und rückstoßarm.
Kaliber .22 WMR
.22 Winchester Magnum Rimfire. Stärkeres Randfeuerkaliber als die .22 lfB, für Raubwild geeignet.
Kaliber .222 Remington
Präzises Zentralfeuerkaliber, klassisch für Raubwild und den Präzisionssport.
Kaliber .223 Remington
Weit verbreitetes Büchsenkaliber für Raubwild, Sport und Varmint. Ziviles Pendant zur 5,56×45.
Kaliber .243 Winchester
Vielseitiges, rasantes Kaliber für Rehwild und Raubwild sowie den Weitschuss.
Kaliber .270 Winchester
Rasantes Allround-Jagdkaliber, abgeleitet von der .30-06.
Kaliber .30-06 Springfield
Traditionsreiches Allround-Jagdkaliber mit breitem Laborierungsangebot.
Kaliber .30-30 Winchester
Klassisches Unterhebel-Kaliber, traditionell für die Jagd im dichten Bestand.
Kaliber .300 Win Mag
Magnum-Kaliber für den Weitschuss und starkes Schalenwild.
Kaliber .308 Winchester
Sehr verbreitetes Büchsenkaliber für Jagd und Präzisionssport. Ziviles Pendant zur 7,62×51.
Kaliber .338 Lapua Magnum
Leistungsstarkes Long-Range-Kaliber mit hoher Reichweite.
Kaliber .357 Magnum
Kräftiges Revolverkaliber, eine verlängerte .38 Special.
Kaliber .357 SIG
Pistolenkaliber mit Flaschenhalshülse, abgeleitet von der .40 S&W.
Kaliber .375 H&H Magnum
Klassisches Großwildkaliber mit Gürtelhülse.
Kaliber .38 Special
Klassisches, rückstoßarmes Revolverkaliber für Sport und Ausbildung.
Kaliber .380 ACP
Kompaktes Pistolenkaliber, auch 9 mm kurz oder 9×17 genannt.
Kaliber .40 S&W
Pistolenkaliber, das eine Mittelstellung zwischen 9 mm und .45 ACP einnimmt.
Kaliber .410
Kleinstes gängiges Schrotkaliber, entspricht etwa Kaliber 36.
Kaliber .44 Magnum
Großes, leistungsstarkes Revolverkaliber für Jagd und Sport.
Kaliber .44 Special
Rückstoßärmeres Schwesterkaliber der .44 Magnum.
Kaliber .45 ACP
Großkalibriges Pistolenkaliber (11,43 mm) mit hoher Mannstoppwirkung, klassisch für die 1911.
Kaliber .45 Colt
Traditionsreiches Revolverkaliber, auch .45 Long Colt.
Kaliber .50 AE
Sehr kräftiges Pistolenkaliber (.50 Action Express), bekannt aus der Desert Eagle.
Kaliber .500 S&W Magnum
Sehr leistungsstarkes Revolverkaliber für die Großwildjagd.
Kaliber 10 mm Auto
Leistungsstarkes Pistolenkaliber mit hoher Energie.
Kaliber 12/70
Gängiges Flintenkaliber. Die 12 ist die Kaliberzahl, die 70 die Hülsenlänge in Millimetern.
Kaliber 16/70
Flintenkaliber mit 16er Kaliberzahl und 70-mm-Hülse.
Kaliber 20/70
Kleineres, rückstoßärmeres Flintenkaliber.
Kaliber 5,56×45 NATO
Militärisches Standardkaliber, technisch eng verwandt mit der .223 Remington.
Kaliber 6,5 Creedmoor
Modernes Kaliber für Long Range und Jagd, bekannt für flache Flugbahn und Präzision.
Kaliber 6,5×55
Skandinavisches Büchsenkaliber (6,5×55 SE) mit gutem Ruf für Präzision und Jagd auf Schalenwild.
Kaliber 7 mm Rem Mag
Magnum-Jagdkaliber für den Weitschuss auf mittleres bis starkes Schalenwild.
Kaliber 7,62×51 NATO
Militärisches Kaliber, technisch eng verwandt mit der .308 Winchester.
Kaliber 7,65 Browning
Kleines Pistolenkaliber, auch .32 ACP (7,65×17).
Kaliber 7×57
Klassisches Mauser-Jagdkaliber mit moderatem Rückstoß und guter Wirkung.
Kaliber 7×64
Beliebtes europäisches Allround-Jagdkaliber für Schalenwild.
Kaliber 7×65 R
Randversion des 7×64 für Kipplauf- und kombinierte Waffen.
Kaliber 8×57 IRS
Randversion des 8×57 IS für Kipplauf- und kombinierte Waffen.
Kaliber 8×57 IS
Klassisches deutsches 8-mm-Kaliber (Bohrung .323), verbreitet in der Jagd.
Kaliber 9 mm Luger
Meistverbreitetes Pistolenkaliber (9×19) für Sport und Selbstverteidigung.
Kaliber 9,3×62
Kräftiges europäisches Jagdkaliber für starkes und wehrhaftes Schalenwild.
Kaliber 9,3×74 R
Randversion für Doppelbüchsen, Bockbüchsflinten und kombinierte Waffen.
Kaliberzahl
Traditionelles Maß für Flintenkaliber: Anzahl gleich großer Bleikugeln vom Laufdurchmesser, die zusammen ein Pfund ergeben.
Kalibriermatrize
Matrize, die die abgefeuerte Hülse wieder auf Maß bringt.
Kaltschuss
Der erste Schuss aus kaltem, sauberem Lauf. Er kann leicht von den Folgeschüssen abweichen.
Kamm
Die aufstellbare Rückenmähne des Keilers.
Kammer
Der Verschlussteil eines Repetierers. Der Kammerstängel dient dem Repetieren und dem Ver- und Entriegeln von Hand.
Kammerfanghebel
Hebel, der die Kammer beim Repetieren im System hält.
Kammerschuss
Schuss in den Brustkorb (Kammer) mit Herz-Lungen-Treffer.
Keiler
Männliches Schwarzwild mit ausgeprägten Waffen (Hauern).
Kessel
Die Ruhemulde des Schwarzwilds.
Kimme und Korn
Die klassische offene Visierung. Das Korn sitzt vorn an der Mündung, die Kimme hinten.
Kipplaufwaffe
Waffe, deren Lauf zum Laden nach unten abgeklappt wird – typisch für Flinten und Kipplaufbüchsen.
Kirrung
Futterstelle zum Anlocken von Wild, vor allem Schwarzwild.
Kitz
Jungtier des Rehwilds.
Klappmesser
Messer mit einklappbarer Klinge, kompakt und alltagstauglich.
Klappschaft
Verstellbarer oder klappbarer Schaft für Transport und Anpassung.
Kleiner Waffenschein
Erlaubnis zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zulassung. Er berechtigt nicht zum Führen scharfer Waffen.
Kleinkaliber (KK)
Sammelbegriff für kleine Kaliber, vor allem .22 lfB im Randfeuer.
Klick-Wert
Der Verstellwert pro Rastung am Zielfernrohrturm, meist in MOA oder Mil.
Klingenstahl
Der Stahl, aus dem die Klinge gefertigt ist; bestimmt Härte und Schnitthaltigkeit.
Kompensator
Mündungsvorrichtung, die den Hochschlag der Waffe reduziert.
Kriegswaffe
Waffe im Sinne des Kriegswaffenkontrollgesetzes; für Private grundsätzlich verboten.
Krone
Die endständige Verzweigung der Geweihstange bei starken Hirschen.
Krucke
Die Hörner von Gams- und Muffelwild (bleibend, aus Horn).
Kupfergeschoss
Bleifreies Vollkupfer- oder Kupfer-Deformationsgeschoss mit hoher Restmasse.
Kurzwaffe
Waffe mit kurzer Lauf- und Gesamtlänge, also Pistole oder Revolver.
Kurzwaffenvisierung
Offene Visierung an Kurzwaffen aus Kimme und Korn, oft mit Leuchtpunkten.
Laborierung
Konkrete Zusammenstellung einer Patrone aus Geschoss, Pulver und Ladung.
Ladedaten
Von Herstellern veröffentlichte, geprüfte Rezepte für sichere Laborierungen.
Ladehemmung
Eine Störung im Lade- oder Schussablauf, etwa eine Zuführstörung oder ein Hülsenklemmer.
Ladehilfe
Werkzeug zum leichteren Befüllen von Magazinen.
Langwaffe
Waffe mit langem Lauf und großer Gesamtlänge, also Büchse oder Flinte.
Laserpatrone
Im Patronenformat gebaute Trainingshilfe, die beim Schlagbolzenschlag einen Laserpunkt abgibt.
Lauf
Das Rohr, durch das das Geschoss beschleunigt wird. Er ist entweder glatt (Flinte) oder gezogen (Büchse).
Läufe
Jägersprachlich die Beine des Schalenwilds.
Laufgewinde
Gewinde an der Mündung zur Aufnahme von Schalldämpfer oder Mündungsbremse.
Laufreinigung
Das Entfernen von Pulver- und Tombakrückständen aus dem Lauf.
Laufseele
Der Innenraum des Laufs mit Feldern und Zügen.
Lauscher
Jägersprachlich die Ohren des Schalenwilds.
Letzter Bissen
Ein dem erlegten Wild ins Äser gelegter Zweig als Zeichen der Achtung.
Leuchtabsehen
Ein beleuchtetes Absehen im Zielfernrohr, das bei schlechten Lichtverhältnissen die Zielaufnahme erleichtert.
Licht(er)
Jägersprachlich die Augen des Wilds.
Long Range
Präzisionsschießen auf große Distanzen mit entsprechend leistungsfähiger Optik.
Losung
Der Kot des Wilds, wichtig zum Ansprechen und für die Revierkenntnis.
Luftdruckwaffe
Waffe, die Geschosse durch komprimierte Luft oder Gas beschleunigt – per Federdruck, Pressluft (PCP) oder CO2. Modelle bis 7,5 Joule mit dem Zeichen F im Fünfeck sind frei ab 18 Jahren.
Lunte
Jägersprachlich der Schwanz des Fuchses.
Luntenschloss
Frühes Zündsystem mit glimmender Lunte.
Magazin
Behälter, der Patronen bevorratet und der Waffe zuführt, fest verbaut oder als Wechselmagazin.
Magazinbeschränkung
Gesetzliche Begrenzung der zulässigen Magazinkapazität für bestimmte halbautomatische Waffen.
Magazinverlängerung
Zubehör zur Erhöhung der Magazinkapazität.
Malbaum
Baum, an dem sich Wild nach dem Suhlen reibt und Spuren hinterlässt.
Manövermunition
Munition mit Manöverpatronen, meist in Verbindung mit einem Manövergerät.
Masseverschluss
Unverriegelter Verschluss, der allein durch seine Masse und Federkraft gehalten wird; bei schwächeren Pistolenkalibern.
Matchlauf
Hochpräzise gefertigter Lauf für den Präzisionsschuss.
Matrize
Werkzeug (Die) in der Presse zum Kalibrieren der Hülse und Setzen des Geschosses.
Mil-Dot-Absehen
Absehen mit Punkten im Milliradian-Abstand zum Schätzen von Entfernung und Vorhalt.
Mini-Red-Dot
Kleines, offenes Leuchtpunktvisier zur Montage auf Kurzwaffen oder als Zweitvisier.
Mittelrohr
Der Rohrkörper (Tubus) des Zielfernrohrs, meist mit 1 Zoll, 30 mm oder 34 mm Durchmesser.
MOA
Minute of Angle (Winkelminute), ein Maß für Präzision und Verstellung am Zielfernrohr. 1 MOA entspricht etwa 2,9 cm auf 100 Meter.
Montage
Verbindung zwischen Optik und Waffe – Ringe oder Blocks als Fest- oder Schnellspannmontage auf Prismen-, Weaver- oder Picatinny-Schiene.
MRAD (Mil)
Milliradian, ein Winkelmaß für Verstellung und Entfernungsschätzung. 0,1 Mil entsprechen etwa 1 cm auf 100 Meter.
Muffelwild
Das Wildschaf. Männlich Widder, weiblich Schaf.
Mündung
Das vordere Ende des Laufs, an dem das Geschoss austritt.
Mündungsbremse
Aufsatz, der Pulvergase seitlich ableitet und so den Rückstoß mindert.
Mündungsenergie (E0)
Bewegungsenergie des Geschosses an der Mündung, in Joule. Sie ist ein Maß für die Wirkung.
Mündungsfeuer
Der sichtbare Feuerschein durch verbrennende Pulvergase an der Mündung.
Mündungsgeschwindigkeit (V0)
Die Geschwindigkeit des Geschosses an der Mündung, meist in Metern pro Sekunde.
Munitionserwerbsschein
Erlaubnis zum Erwerb von Munition, sofern dieser nicht bereits über einen Eintrag in der Waffenbesitzkarte abgedeckt ist.
Nachsuche
Die Suche nach beschossenem, aber nicht sofort verendetem Wild, meist mit einem ausgebildeten Schweißhund.
Nachtsichttechnik
Geräte zur Zielerfassung bei Dunkelheit, etwa Restlichtverstärker und Wärmebildgeräte. Ihr Einsatz ist rechtlich stark reglementiert.
Nationales Waffenregister (NWR)
Zentrales elektronisches Register aller erlaubnispflichtigen Waffen und ihrer Besitzer in Deutschland.
Niederwild
Jagdlich das dem niederen Jagdrecht zugeordnete Wild wie Reh, Hase, Fasan und Ente.
Nitrocellulosepulver
Modernes, rauchschwaches Treibladungspulver (im Gegensatz zum Schwarzpulver).
Objektiv
Die vordere Linse des Zielfernrohrs. Ihr Durchmesser in Millimetern beeinflusst Lichtstärke und Dämmerungsverhalten.
Okular
Die augenseitige Linsengruppe einer Optik.
Ordonnanzwaffe
Eine ehemalige oder aktuelle militärische Dienstwaffe. Für sie gibt es eigene Sportdisziplinen.
Parallaxe
Das scheinbare Wandern des Absehens gegenüber dem Ziel bei Augenbewegungen. Ein Parallaxeausgleich korrigiert diesen Effekt.
Patrone
Die komplette Munitionseinheit aus Hülse, Treibladung, Zündhütchen und Geschoss.
Patronenlager
Der hintere, an die Patrone angepasste Teil des Laufs, in dem die Patrone beim Schuss sitzt.
Perkussionsschloss
Zündsystem älterer Vorderlader mit Zündhütchen auf einem Piston.
Persönliche Eignung
Gesundheitliche und charakterliche Eignung als Voraussetzung für waffenrechtliche Erlaubnisse.
Perücke
Krankhaft wucherndes, nicht verfegtes Geweih.
Picatinny-Schiene
Genormte Montageschiene (MIL-STD-1913) für Optiken und Zubehör.
Pirsch
Die sich anschleichende Jagdart zu Fuß.
Pirschzeichen
Spuren am Anschuss (Schweiß, Haare, Knochen), die den Treffer beurteilen lassen.
Pistole
Kurzwaffe mit feststehendem Patronenlager im Lauf, meist als Selbstlader mit Magazin im Griffstück.
Pistolengriff
Ergonomischer Griff an Waffe oder Schaft für bessere Kontrolle.
Plätzen
Das Aufscharren des Bodens durch den Rehbock beim Markieren.
Platzpatrone
Manöver- oder Knallpatrone ohne Geschoss, u. a. für Ausbildung und Signalgebung.
Polygonlauf
Lauf mit polygonalem statt kantigem Zugprofil; gilt als leicht zu reinigen.
Präzision
Die Fähigkeit einer Waffen- und Munitionskombination, Treffer eng beieinander zu platzieren. Sie wird über den Streukreis beschrieben.
Prismenschiene (11 mm)
Schwalbenschwanzförmige Montageschiene, oft an KK-Waffen und Luftgewehren.
PTB-Zulassung
Zulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, erkennbar am PTB-Zeichen, u. a. für Schreckschusswaffen.
Pufferpatrone
Übungs- oder Pufferpatrone ohne Ladung, die den Schlagbolzen beim Abschlagen schont.
Pulvermaß
Dosiergerät, das eine eingestellte Pulvermenge abgibt.
Pulverwaage
Präzisionswaage zum Abwiegen der Treibladung.
Radschloss
Historisches Zündsystem mit gefedertem Reibrad.
Randfeuer
Zündungsart, bei der der Zündsatz im Hülsenrand sitzt, etwa beim Kaliber .22 lfB. Randfeuerpatronen sind nicht wiederladbar.
Randhülse
Patronenhülse mit überstehendem Rand (R-Kaliber), typisch für Kipplauf- und kombinierte Waffen.
Randlose Hülse
Hülse ohne überstehenden Rand, mit Ausziehrille; Standard für Repetierer und Selbstlader.
Ranz
Die Paarungszeit von Fuchs und Marder.
Rasanz
Jägersprachlich die Flachheit der Geschossbahn. Rasante Kaliber erlauben große Zielentfernungen ohne starke Haltepunktkorrektur.
Raubwild
Dem Jagdrecht unterliegende Beutegreifer wie Fuchs, Marder und Dachs.
Raubzeug
Nicht dem Jagdrecht unterliegende, jagdschädliche Tiere.
Rausche
Die Paarungszeit des Schwarzwilds.
Regelbedürfnis
Ein gesetzlich anerkanntes Bedürfnis, etwa bei Jägern und Sportschützen.
Rehbock
Männliches Rehwild mit Gehörn.
Rehwild
Unsere häufigste Schalenwildart. Männlich Rehbock, weiblich Ricke, Jungtier Kitz.
Repetierbüchse
Mehrlader, bei dem der Verschluss von Hand betätigt wird, klassisch über einen Zylinderverschluss.
Restenergie
Die nach dem Flug verbleibende Energie des Geschosses am Ziel.
Restlichtverstärker
Nachtsichtgerät, das vorhandenes Restlicht elektronisch verstärkt.
Reviereinrichtung
Jagdliche Anlagen wie Hochsitze, Kanzeln und Kirrungen im Revier.
Revolver
Kurzwaffe mit einer drehbaren Trommel, die zugleich die Patronenlager bildet.
Ricke
Weibliches Rehwild.
Ringzahl
Die getroffene Ringwertung auf der Zielscheibe.
Rockwellhärte (HRC)
Maß für die Härte eines Klingenstahls; höhere Werte bedeuten mehr Schnitthaltigkeit, aber sprödere Klingen.
Röhre
Der Eingang bzw. Gang eines Baus.
Röhren
Der brunftige Ruf des Rothirsches.
Rose
Der wulstige Ansatz der Geweihstange über dem Rosenstock.
Rosenstock
Der knöcherne Auswuchs am Schädel, auf dem das Geweih gebildet wird.
Rotpunktvisier
Optisches Visier, das einen Leuchtpunkt einspiegelt – ohne Vergrößerung und mit sehr schneller Zielaufnahme. Auch Reflexvisier genannt.
Rotte
Familienverband des Schwarzwilds.
Rotwild
Unsere größte heimische Hirschart. Männlich Hirsch, weiblich Tier, Jungtier Kalb.
Rückstoß
Die durch den Schuss erzeugte Rückwärtskraft, die auf Waffe und Schützen wirkt.
Rückstoßlader
Selbstladeprinzip, bei dem der Rückstoß den Verschluss betätigt.
Sachkunde
Nachweis waffenrechtlicher Kenntnisse zu Recht, Handhabung und Munition. Sie ist Voraussetzung für viele Erlaubnisse.
Sasse
Die flache Bodenmulde, in der der Hase ruht.
Schaft
Das Halte- und Trageteil der Waffe mit Hinter- und Vorderschaft, aus Holz, Kunststoff oder Laminat.
Schaftbacke
Erhöhte Auflage am Schaft für die richtige Augenlage hinter der Optik.
Schaftkappe
Abschluss des Hinterschaftes, oft als Gummikappe zur Rückstoßdämpfung.
Schalen
Die Klauen des Schalenwilds.
Schalenwild
Sammelbegriff für Wild mit Schalen (Klauen): Rot-, Reh-, Dam-, Schwarz-, Muffel-, Gams- und Steinwild.
Schalldämpfer
Mündungsvorrichtung zur Reduzierung des Mündungsknalls. In Deutschland erlaubnispflichtig, für Jäger unter Voraussetzungen eintragbar.
Schaufel
Das flächige Geweihende beim Damwild.
Schaufler
Männliches Damwild mit ausgeprägtem Schaufelgeweih.
Scheitelpunkt
Der höchste Punkt der Geschossbahn zwischen Mündung und Ziel.
Schiebesicherung
Quer oder längs verschiebbare Sicherung, häufig bei Flinten und Selbstladern.
Schießhandschuh
Handschuh für besseren Halt und Schutz beim Schießen.
Schießstätte
Eine behördlich erlaubte Anlage zum Schießen (§27 WaffG).
Schild
Die verstärkte Schulterpartie des Keilers.
Schlagbolzen
Bauteil, das beim Auslösen auf das Zündhütchen schlägt und so die Patrone zündet.
Schlagbolzenfeder
Feder, die den Schlagbolzen antreibt.
Schleifwinkel
Der Winkel, in dem die Schneide geschliffen wird; beeinflusst Schärfe und Standzeit.
Schlitten
Das oben liegende, beweglich gelagerte Verschlussteil einer Pistole.
Schlittenfang
Hebel, der den Schlitten der Pistole nach dem letzten Schuss offen hält.
Schmalreh
Ein einjähriges, noch nicht gesetztes weibliches Rehwild.
Schmaltier
Ein noch nicht führendes, einjähriges weibliches Stück Rotwild.
Schnallen
Das Loslassen (Freigeben) des Hundes zur Arbeit.
Schonzeit
Der gesetzlich festgelegte Zeitraum, in dem eine Wildart nicht bejagt werden darf.
Schrecken
Der warnende Bell-Laut des Rehwilds.
Schreckschusswaffe
Waffe für Knall-, Reizstoff- und Signalmunition mit PTB-Zulassung. Das Führen ist nur mit kleinem Waffenschein erlaubt.
Schrot
Viele kleine Kugeln als Ladung für Flinten, die als Schrotgarbe das Ziel treffen.
Schrotgarbe
Die sich beim Flintenschuss auffächernde Schrotwolke.
Schwarte
Jägersprachlich die Haut des Schwarzwilds.
Schwarzpulver
Klassisches Treibmittel für Vorderlader, erlaubnisrechtlich geregelt.
Schwarzwild
Das Wildschwein. Männlich Keiler, weiblich Bache, Jungtier Frischling.
Schweiß
Jägersprachlich die Bezeichnung für das Blut des Wildes.
Schweißhund
Für die Nachsuche ausgebildeter Jagdhund.
Schwenkmontage
Montage, die das Zielfernrohr seitlich wegschwenken lässt, um die offene Visierung zu nutzen.
Schwinge
Jägersprachlich der Flügel des Federwilds.
Sehfeld
Der durch die Optik überblickbare Bereich, meist als Breite in Metern auf 100 Meter angegeben.
Seitenverstellung
Turm am Zielfernrohr zur seitlichen Korrektur der Treffpunktlage.
Selbstladeflinte
Flinte mit Selbstladefunktion, die nach jedem Schuss automatisch nachlädt.
Setzmatrize
Matrize, die das Geschoss auf die gewünschte Tiefe in die Hülse setzt.
Sicherung
Vorrichtung an der Waffe, die ein ungewolltes Auslösen des Schusses verhindert.
Signalgeber
Kompaktes Gerät zum Abschießen von Signalpatronen, oft im Outdoor-Bereich.
Signalpatrone
Pyrotechnische Patrone für Signal- und Leuchtzwecke, aus Signalwaffen verschossen.
Silhouettenschießen
Disziplin, bei der Metallsilhouetten auf verschiedene Entfernungen umgeschossen werden.
Single/Double Action
Abzugssysteme bei Kurzwaffen. Single Action (SA) löst nur aus, das Spannen erfolgt separat. Double Action (DA) spannt und löst in einem Abzugszug.
Skeet
Wurfscheibendisziplin mit seitlich kreuzenden Zielen.
Spektiv
Einäugiges Beobachtungsfernrohr mit hoher Vergrößerung, unter anderem zum Anzeigen der Treffer.
Spiegel
Der helle Fellfleck am Hinterteil des Rehwilds.
Spießer
Junger Hirsch oder Rehbock mit unverzweigten Spießen.
Sportordnung
Regelwerk eines anerkannten Schießsportverbands. Es definiert Disziplinen und begründet das Bedürfnis von Sportschützen.
Sprosse
Ein vom Stangenverlauf abzweigendes Geweihende.
Spur
Die Trittfolge von Niederwild und Raubwild.
Spurlaut
Das Lautgeben des Hundes auf der Spur.
Standardpistole
Sportdisziplin mit Kleinkaliberpistole und festen Zeitvorgaben.
Standarte
Weitere jägersprachliche Bezeichnung für den Fuchsschwanz.
Standaufsicht
Die für die Sicherheit auf dem Schießstand verantwortliche Person.
Ständer
Jägersprachlich die Beine des Federwilds.
Standlaut
Das anhaltende Verbellen von gestelltem Wild durch den Hund.
Stange
Der Hauptträger des Geweihs, an dem die Enden sitzen.
Stecher
Abzugsmechanik, die das Abzugsgewicht stark reduziert, als Rückstecher oder Druckpunktstecher.
Steel Challenge
Dynamische Disziplin, bei der Stahlziele auf Zeit beschossen werden.
Steinschloss
Historisches Zündsystem, bei dem ein Feuerstein Funken erzeugt.
Steinwild
Der Steinbock, hochalpine Wildart.
Stöberhund
Jagdhund, der Wild in Dickungen sucht und hochmacht.
Stoß
Jägersprachlich der Schwanz (die Steuerfedern) des Federwilds.
Strecke
Die Gesamtheit des auf einer Jagd erlegten Wilds; das Streckelegen ehrt die Beute.
Streukreis
Der Kreis, der eine Trefferlage umschließt. Er ist das gängige Maß für die Präzision.
Suhle
Die Schlammstelle, in der sich vor allem Schwarzwild wälzt.
Suhler Einhakmontage
Klassische, sehr präzise deutsche Einhakmontage.
Systemhülse
Der Grundkörper einer Büchse, der Lauf und Verschluss aufnimmt.
Teiler
Präzisionsmaß beim Scheibenschießen: der Abstand des Schusses zum Scheibenmittelpunkt.
Teilmantelgeschoss (TMG)
Geschoss mit freiliegender Bleispitze, das im Ziel deformiert. Klassisches Jagdgeschoss.
Tombak
Kupfer-Zink-Legierung, aus der Geschossmäntel gefertigt werden.
Träger
Jägersprachlich der Hals des Schalenwilds.
Trageriemen
Riemen zum Tragen einer Langwaffe, der zugleich als Schießhilfe dienen kann.
Transmission
Die Lichtdurchlässigkeit einer Optik in Prozent; höhere Werte bedeuten ein helleres Bild.
Transport (waffenrechtlich)
Beim Transport müssen Waffen nicht schuss- und nicht zugriffsbereit sein, also getrennt von der Munition und gesichert verstaut. Das Führen geht rechtlich darüber hinaus.
Trap
Wurfscheibendisziplin mit von vorn wegfliegenden Zielen.
Treibladung
Das Pulver in der Patrone, dessen kontrollierter Abbrand das Geschoss beschleunigt. Auch Treibladungspulver genannt.
Trichinenprobe
Vorgeschriebene Untersuchung von Schwarzwild und weiterem Wild auf Trichinen.
Trittsiegel
Der einzelne Abdruck eines Laufs im Boden.
Trockentraining
Übung des Anschlags und Abzugs ohne scharfe Munition, oft mit Laserpatrone.
Trommel
Der drehbare, mehrere Patronenlager tragende Teil eines Revolvers.
Trommelspalt
Der Spalt zwischen Trommel und Lauf beim Revolver, aus dem Gase austreten.
Trophäe
Der als Jagderinnerung aufbewahrte Teil des Wilds, meist Geweih, Gehörn oder Gewaff.
Überlassen
Das Übergeben einer Waffe an eine andere Person; nur an Berechtigte zulässig.
Überläufer
Ein einjähriges Stück Schwarzwild.
Überschall
Geschossgeschwindigkeit oberhalb der Schallgeschwindigkeit; erzeugt einen Überschallknall.
Unbrauchbarmachen
Das dauerhafte, geprüfte Schießunfähigmachen einer Waffe (Deaktivierung).
Unterhebelrepetierer
Repetierer, bei dem ein Unterhebel den Verschluss betätigt. International als Lever-Action bekannt.
Unterschall
Geschossgeschwindigkeit unterhalb der Schallgeschwindigkeit; besonders leise, oft mit Schalldämpfer kombiniert.
Verblasen
Das Blasen der Jagdsignale, u. a. zu Ehren des erlegten Wilds.
Verbotene Waffen
Gegenstände nach Anlage 2 WaffG, deren Umgang generell untersagt ist.
Verfegen
Das vollständige Reinigen und Färben des Geweihs nach dem Fegen.
Vergrößerung
Der Faktor, um den ein Zielfernrohr das Bild vergrößert, angegeben etwa als 3-12×56.
Vergütung
Dünne Linsenbeschichtung, die Reflexe mindert und die Transmission erhöht.
Verlorenbringen
Das Auffinden und Bringen von nicht sofort gefundenem Wild durch den Hund.
Verschluss
Bauteil, das das Patronenlager nach hinten verschließt und Zündung sowie Hülsenauszug ermöglicht, etwa als Zylinder- oder Kammerverschluss.
Verschlussfang
Vorrichtung, die den Verschluss bei leerem Magazin offen hält.
Verschlussträger
Bewegliche Baugruppe eines Selbstladers, die den Verschluss trägt und steuert.
Visierung
Die Gesamtheit der Zielhilfen einer Waffe – von der offenen Visierung über den Diopter bis zu Zielfernrohr und Rotpunktvisier.
Vollmantel-Rundkopf
Vollmantelgeschoss mit runder Spitze, gängig bei Pistolenübungsmunition.
Vollmantelgeschoss (FMJ)
Geschoss mit durchgehendem Mantel, das kaum deformiert. Im Sport und Training üblich, für die Jagd auf Schalenwild in der Regel unzulässig.
Vorderlader
Über die Mündung geladene Waffe mit Schwarzpulver. Sie hat eigene Sportdisziplinen.
Vorderschaft
Der vordere Teil des Schaftes unter dem Lauf.
Vorderschaftrepetierer
Repetierer, bei dem der Vorderschaft zum Laden vor- und zurückbewegt wird. International als Pump-Action bekannt.
Voreintrag
Die vor dem Erwerb erteilte Eintragung einer erlaubten Waffe in die Waffenbesitzkarte.
Vorhaltemaß
Der Vorhalt vor ein bewegtes Ziel, damit Geschoss und Ziel zusammentreffen.
Vorholfeder
Feder, die den Schlitten einer Selbstladepistole wieder nach vorn führt.
Vorsatzgerät
Nachtsicht- oder Wärmebildmodul, das vor ein vorhandenes Zielfernrohr gesetzt wird.
Vorstehhund
Jagdhund, der Wild anzeigt, indem er davor verharrt (vorsteht).
Waffenbehörde
Die für waffenrechtliche Erlaubnisse zuständige Behörde, meist bei der Kreisverwaltung.
Waffenbesitzkarte (WBK)
Die waffenrechtliche Erlaubnis zum Erwerb und Besitz erlaubnispflichtiger Waffen. Es gibt sie in Grün, Gelb und Rot mit unterschiedlichem Umfang.
Waffengesetz (WaffG)
Das zentrale deutsche Gesetz, das Erwerb, Besitz, Führen und Handel mit Waffen und Munition regelt.
Waffenhandelserlaubnis
Behördliche Erlaubnis nach §21 WaffG zum gewerblichen Handel mit Waffen und Munition.
Waffenöl
Öl zum Schmieren und Schützen von Metallteilen.
Waffenpflege
Reinigung und Konservierung von Waffen zum Werterhalt und für die Funktionssicherheit.
Waffenschein
Erlaubnis zum Führen einer schuss- und zugriffsbereiten Waffe außerhalb der eigenen Wohnung oder des befriedeten Besitztums. Er wird nur sehr restriktiv erteilt.
Waffenschrank
Zertifizierter Sicherheitsschrank zur gesetzeskonformen Aufbewahrung von Waffen und Munition nach EN 1143-1.
Waffenverbotszone
Ein örtlich festgelegter Bereich, in dem das Führen von Waffen und teils Messern untersagt ist.
Waidgerechtigkeit
Die Gesamtheit der ethischen Regeln und Gebräuche des Jägers.
Wärmebildgerät
Optik, die Temperaturunterschiede sichtbar macht. Zur Wildbeobachtung geeignet und rechtlich reglementiert.
Warzenverriegelung
Verriegelung der Kammer über Verriegelungswarzen an der Systemhülse.
Weaver-Schiene
Ältere Montageschiene, ähnlich Picatinny, aber mit abweichenden Schlitzmaßen.
Wechsel
Der regelmäßig genutzte Weg des Wilds im Revier.
Wechsellauf
Austauschbarer Lauf, mit dem eine Waffe in einem anderen Kaliber genutzt werden kann.
Wechselmagazin
Entnehmbares Magazin zum schnellen Nachladen.
Wechselsystem
Austauschbare Lauf- oder Verschlusseinheit, mit der eine Waffe in einem anderen Kaliber genutzt werden kann.
Wedel
Jägersprachlich der Schwanz des Rehwilds.
Wetzstahl
Stab zum Ausrichten und Nachschärfen der Schneide.
Wiederladen
Das eigenständige Zusammenstellen von Patronen aus Hülse, Zündhütchen, Pulver und Geschoss. Es ist erlaubnisrechtlich geregelt.
Wiederladepresse
Werkzeugmaschine zum Zusammenbau von Patronen aus den Komponenten.
Wildbret
Das Fleisch des erlegten Wildes.
Wildbretentwertung
Die Beschädigung des Wildbrets durch Geschosswirkung oder falsche Schussplatzierung.
Wildbrethygiene
Der hygienische Umgang mit erlegtem Wild bis zur Verwertung.
Wildfolge
Die Verpflichtung, krankgeschossenes Wild auch über Reviergrenzen hinweg nachzusuchen.
Wildkamera
Fotofalle zur Wildbeobachtung und Revierkontrolle.
Windabkommen
Die seitliche Korrektur des Haltepunkts bei Seitenwind.
Windfang
Jägersprachlich die Nase des Wilds.
Wundbett
Die Stelle, an der sich krankgeschossenes Wild niedergetan hat.
Wurfscheibe
Tonscheibe als Ziel im Flintenschießen.
Wurftaube
Umgangssprachlich die Wurfscheibe im Flintensport.
Zentralfeuer
Zündungsart, bei der das Zündhütchen zentral im Hülsenboden sitzt. Zentralfeuerpatronen sind wiederladbar.
Zerlegegeschoss
Geschoss, das im Ziel gezielt zerfällt und seine Energie schnell abgibt.
Zerwirken
Das fachgerechte Zerlegen des Wildkörpers.
Zielfernrohr
Vergrößernde Zieloptik mit Absehen. Kennwerte sind Vergrößerung und Objektivdurchmesser, etwa 3-12×56.
Zielscheibe
Die Trefferfläche mit Ringen zur Wertung im Präzisionsschießen.
Zielstock/Schießstock
Auflagehilfe für den freihändigen Schuss, vor allem auf der Pirsch.
Zubringer
Federgetriebenes Bauteil im Magazin, das die Patronen nach oben schiebt.
Zündhütchen
Das Zündelement der Patrone, das vom Schlagbolzen ausgelöst wird und die Treibladung entzündet.
Zündhütchensetzer
Werkzeug zum Einsetzen des Zündhütchens in die Hülse.
Züngel
Der eigentliche, mit dem Finger betätigte Teil des Abzugs.
Zuverlässigkeit (waffenrechtlich)
Persönliche Voraussetzung für Erlaubnisse. Sie entfällt zum Beispiel bei bestimmten Vorstrafen.
Zweibein
Klappbare Stütze zur Auflage der Langwaffe, international als Bipod bekannt. Sie verbessert die Schussstabilität.
Zweite Bildebene (SFP)
Absehen in der zweiten Bildebene: es bleibt bei jeder Vergrößerung gleich groß.
Zylinderverschluss
Geradezug- oder Drehverschluss einer Repetierbüchse mit zylindrischer Kammer.
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