KIRRUNGANLEGENSCHRITT FÜR SCHRITT
Eine gut angelegte Kirrung bringt Schwarzwild vertraut und regelmäßig an den Ansitz. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch das Anlegen — von der Standortwahl über die richtigen Kirr- und Lockmittel bis zur Überwachung mit der Wildkamera. Mit Standort-Checkliste und den häufigsten Fehlern.
Kurz vorab.
Kirren heißt anlocken zur Bejagung — nicht füttern. Deshalb kommen nur kleine Mengen zum Einsatz. Ziel ist, dass das Wild die Kirrung als sichere, verlässliche Futterquelle annimmt und regelmäßig zu berechenbaren Zeiten erscheint.
Wichtig vorab: Die Kirrung ist im Landesjagdrecht geregelt — Menge, zulässige Mittel, Standort und Abstände unterscheiden sich je Bundesland, dazu kommen ASP-Vorgaben. Kläre die Regeln für dein Revier vor dem Anlegen mit dem Revierinhaber und der zuständigen Behörde.
Was du brauchst.
Mit dieser Grundausstattung legst du eine funktionierende Kirrung an.
| Ausrüstung | Wozu |
|---|---|
| Kirrgut | kleine Menge Grundlockfutter (soweit zulässig) |
| Lockmittel / Duft | aromatische Lockstoffe wie Suhlengold für Fernwirkung |
| Buchenholzteer | für Malbaum und Suhle — intensiver Geruch |
| Salz-/Mineralpaste | dauerhafter Anziehungspunkt |
| Kirrschnecke / Abdeckung | macht die Kirrung wildschweinsicher |
| Wildkamera | zur Kontrolle von Annahme und Zeiten |
Lockmittel.
Aromatische Lock- und Kirrmittel bringen das Wild vertraut an die Kirrung — bewährt sind AttraTec Suhlengold, Buchenholzteer und die Deusa Salzpaste.
Duftlockstoffe, Teer & Salz.
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In 6 Schritten zur Kirrung.
So legst du die Kirrung Schritt für Schritt an — im Rahmen der für dein Revier geltenden Vorgaben.
Ruhig und deckungsnah, aber vom Ansitz gut einsehbar. An Wechseln und nahe Einständen anlegen. Den Hauptwind beachten — deine Witterung darf nicht zur Kirrung ziehen. Genug Abstand zu Wegen, Grenzen und ggf. vorgeschriebenen Mindestabständen halten.
Kanzel, Ansitzleiter oder Drückjagdbock so positionieren, dass du die Kirrung sicher einsehen und mit sicherem Kugelfang beschießen kannst. Anmarsch möglichst geräusch- und witterungsarm planen.
Das Kirrgut so ausbringen, dass möglichst nur Schwarzwild herankommt: verbuddeln, mit schweren Steinen/Stämmen abdecken oder eine Kirrschnecke verwenden. Das reduziert Fremdannahme und Fehlansprache.
Nur kleine Mengen einbringen — die Kirrung soll locken, nicht sättigen. Lieber öfter kleine Portionen als selten viel.
Buchenholzteer an einem Malbaum oder an der Suhle anbringen und Lockmittel gezielt einsetzen. Das macht die Kirrung weithin bekannt und lädt zum Verweilen ein.
Regelmäßig die Annahme prüfen und dosiert nachlegen. Eine Wildkamera zeigt dir Stückzahl und Uhrzeiten — so planst du den Ansitz gezielt.
Der richtige Standort.
Diese Kriterien entscheiden, ob die Kirrung angenommen wird.
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Ruhe | wenig Störung durch Menschen, Wege und Betrieb |
| Deckung | Wild fühlt sich nur an deckungsnahen Kirrungen sicher |
| Einsehbarkeit | vom Ansitz gut und weit einsehbar, mit sicherem Kugelfang |
| Wind | Hauptwind so, dass die eigene Witterung wegzieht |
| Wechsel & Einstände | in der Nähe von Wildwechseln und Tageseinständen |
| Erreichbarkeit | leise erreichbar zum Nachlegen und für den Ansitz |
Kirr- & Futterautomaten.
Automaten bringen das Kirrgut zeitgesteuert und dosiert aus — für gleichmäßige Annahme zu festen Zeiten. Zum Beispiel der EUROHUNT Futterautomat PRO 12V. Zulässigkeit im Revier beachten.
Zeitgesteuert & dosiert.
Wildkameras.
Mit einer Wildkamera behältst du die Kirrung im Blick — Annahme, Uhrzeiten und Stückzahl. So sitzt du gezielt an, statt auf gut Glück, etwa mit der TACTACAM Reveal X.
Kirrung im Blick behalten.
Häufige Fehler vermeiden.
Große Mengen sättigen statt zu locken — und können rechtlich als Fütterung gelten. Immer sparsam beschicken.
Zu offen, zu nah an Wegen oder gegen den Wind — dann bleibt die Annahme aus. Ruhe und Deckung sind entscheidend.
Ständiges Kontrollieren zur falschen Zeit verunsichert das Wild. Leise und witterungsarm arbeiten, Kamera nutzen.
Ist die Kirrung offen, nimmt anderes Wild sie an. Verbuddeln, abdecken oder Kirrschnecke verwenden.
Wild kommt nur an verlässliche Kirrungen. Regelmäßig, aber dosiert nachlegen.
Vorgaben zu Menge, Mitteln und Abständen variieren je Bundesland — vorab klären, sonst drohen Probleme.
Kirrung ist landesrechtlich geregelt
Die Kirrung ist im Jagdrecht der Länder geregelt und unterscheidet sich je Bundesland — etwa bei zulässiger Menge, erlaubten Kirrmitteln, Standort und Abständen. Zu beachten sind außerdem Vorgaben zur Tierseuchenprävention (u. a. Afrikanische Schweinepest). Kläre die konkreten Regeln für dein Revier vorab mit der zuständigen Behörde bzw. Kreisjägerschaft und stimme dich mit dem Revierinhaber ab. Angaben hier sind unverbindlich.
Kirrung-Glossar.
Kleine Lockfuttermenge zur Bejagung — nicht zur Ernährung.
Das ausgebrachte Lockfutter (z. B. Mais, soweit zulässig).
Vorrichtung, die das Kirrgut portioniert freigibt.
Intensiv riechender Teer für Malbaum und Suhle.
Baum, an dem sich Schwarzwild scheuert — mit Teer attraktiver.
Schlammbad des Schwarzwilds zur Fellpflege und Abkühlung.
Regelmäßig genutzter Weg des Wildes.
Ruhe- und Deckungsbereich, in dem das Wild den Tag verbringt.
Häufige Fragen.
Wo lege ich eine Kirrung am besten an?+
Wie viel Kirrgut bringe ich aus?+
Wie mache ich die Kirrung wildschweinsicher?+
Welche Lockmittel sind sinnvoll?+
Wie oft muss ich die Kirrung kontrollieren?+
Ist das Anlegen einer Kirrung überall erlaubt?+
Kirrung startklar?
Wir stellen dir Lockmittel, Kirrautomaten und Wildkameras für eine erfolgreiche Kirrung zusammen.
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