KIRRUNG& LOCKMITTELSCHWARZWILD
Die Kirrung ist eines der wichtigsten Werkzeuge bei der Schwarzwildjagd — richtig angelegt, bringt sie das Wild vertraut und regelmäßig an die Kirrung. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zwischen Kirren und Füttern, die passenden Kirr- und Lockmittel, den rechtlichen Rahmen und wie du eine Kirrung anlegst und überwachst.
Was ist eine Kirrung?
Eine Kirrung ist eine kleine, gezielt ausgebrachte Menge Lockfutter, die Wild — vor allem Schwarzwild — an einen bestimmten Ort und in die Nähe des Ansitzes bringt. Anders als die Fütterung dient sie nicht der Ernährung, sondern ausschließlich dem Anlocken und Bejagen. Deshalb werden nur geringe Mengen ausgebracht.
Damit die Kirrung funktioniert, kommt es auf den richtigen Standort, die passenden Kirr- und Lockmittel und auf Regelmäßigkeit an. Wir zeigen, worauf es ankommt — und was rechtlich zu beachten ist.
Kirren oder Füttern?
Der Unterschied ist rechtlich entscheidend: Die Kirrung dient dem Anlocken zur Bejagung mit kleinen Mengen, die Fütterung der Ernährung (z. B. in Notzeiten) mit größeren Mengen. Beides ist im Landesjagdrecht unterschiedlich geregelt — teils mit Vorgaben zu Menge, zulässigen Mitteln, Standort und Abständen.
Für Schwarzwild ist die Kirrung vielerorts ausdrücklich zur Bejagung vorgesehen, um die Bestände zu regulieren und der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorzubeugen. Die genauen Regeln unterscheiden sich aber je Bundesland — kläre sie unbedingt vorab.
Die Kirr- & Lockmittel.
Vom Grundfutter bis zum Duftlockstoff — diese Mittel bringen und halten das Wild an der Kirrung. Was erlaubt ist, richtet sich nach dem Landesrecht.
| Mittel | Wirkung | Kurz |
|---|---|---|
| Mais / Getreide | Grundlockfutter | klassisches Kirrgut in kleinen Mengen (soweit zulässig) |
| Buchenholzteer | Duft & Malbaum | intensiver Geruch — lockt und lädt zum Suhlen/Malen ein |
| Lockmittel / Pasten | Duftlockstoff | aromatische Lockmittel wie Suhlengold — weithin wirksam |
| Salzlecke | Mineralstoffe | Salz-/Mineralpaste als dauerhafter Anziehungspunkt |
Lockmittel.
Aromatische Lock- und Kirrmittel bringen das Wild vertraut an die Kirrung. Bewährt sind das AttraTec Suhlengold, der AttraTec Buchenholzteer für Malbaum und Suhle sowie die Deusa Salzpaste als Mineral-Anziehungspunkt.
Duftlockstoffe, Teer & Salz.
-
Deusa Salzpaste – witterungsintensiv mit Anisaroma, 2 kg
14,99 € -10% Rabatt 13,49 €inklusive 19% Mwst -
AttraTec Lockmittel No 1 Suhlengold® Version 2017, 1 kg
31,95 € -27% Rabatt 23,32 €inklusive 19% Mwst -
Kirrung anlegen.
So legst du eine funktionierende Kirrung an — im Rahmen der für dein Revier geltenden Vorgaben.
Ruhig, deckungsnah und vom Ansitz gut einsehbar. Wechsel und Einstände des Wildes berücksichtigen, Wind beachten.
Das Kirrgut so ausbringen, dass nur Schwarzwild herankommt (z. B. verbuddeln, Kirrschnecke, Steine) — das reduziert Fehlansprache und Fremdannahme.
Nur kleine Mengen — die Kirrung soll locken, nicht sättigen. Regelmäßig kontrollieren und bei Annahme dosiert nachlegen.
Buchenholzteer am Malbaum und Lockmittel gezielt einsetzen, um die Kirrung weithin bekannt und attraktiv zu machen.
Mit einer Wildkamera prüfst du Annahme, Zeiten und Stückzahl — das spart Ansitze und macht die Bejagung planbar.
Kirr- & Futterautomaten.
Automaten bringen das Kirrgut zeitgesteuert und dosiert aus — praktisch für gleichmäßige Annahme. Zum Beispiel der EUROHUNT Futterautomat PRO 12V. Beachte die im Revier zulässige Verwendung.
Zeitgesteuert & dosiert.
Wildkameras.
Mit einer Wildkamera behältst du die Kirrung im Blick — Annahme, Uhrzeiten und Stückzahl. So planst du den Ansitz gezielt, etwa mit der TACTACAM Reveal X mit Bildübertragung.
Kirrung im Blick behalten.
Kirrung ist landesrechtlich geregelt
Die Kirrung ist im Jagdrecht der Länder geregelt und unterscheidet sich je Bundesland — etwa bei zulässiger Menge, erlaubten Kirrmitteln, Standort und Abständen. Zu beachten sind außerdem Vorgaben zur Tierseuchenprävention (u. a. Afrikanische Schweinepest). Kläre die konkreten Regeln für dein Revier vorab mit der zuständigen Behörde bzw. Kreisjägerschaft und stimme dich mit dem Revierinhaber ab. Angaben hier sind unverbindlich.
Kirrung-Glossar.
Kleine Lockfuttermenge zur Bejagung — nicht zur Ernährung.
Ausbringen von Futter zur Ernährung (z. B. in Notzeiten).
Das ausgebrachte Lockfutter (z. B. Mais, soweit zulässig).
Intensiv riechender Teer für Malbaum und Suhle.
Baum, an dem sich Schwarzwild scheuert/malt — mit Teer attraktiver.
Schlammbad des Schwarzwilds zur Fellpflege und Abkühlung.
Vorrichtung, die das Kirrgut portioniert freigibt.
Afrikanische Schweinepest — Tierseuche; beeinflusst die Kirrregeln.
Häufige Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Kirrung und Fütterung?+
Welche Lockmittel eignen sich für Schwarzwild?+
Ist Kirren überall erlaubt?+
Wie viel Kirrgut bringe ich aus?+
Brauche ich eine Wildkamera?+
Wie mache ich eine Kirrung wildschweinsicher?+
Bereit für die Sauenjagd?
Wir helfen dir bei Lockmitteln, Kirrautomaten und Wildkameras für eine erfolgreiche Kirrung.
Lockmittel ansehen →